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Einführung zu
Lao-Tse
Der Daoismus oder Taoismus Lao - Tse Chinesischer Philosoph und religiöser Reformer
Daoismus
Zum Daoismus Texte (im Aufbau) Legende von der Entstehung des Buches Taoteking
auf dem Weg des Als er siebzig war und war gebrechlich
Drängte es den Lehrer doch nach Ruh Denn die
Güte war im Lande wieder einmal schwächlich
Und die Bosheit nahm an Kräften wieder einmal zu.
(Bertolt Brecht)
Der Weg des Wassers
Kulturelle und spirituelle Wurzeln Ostasiens Drei große Religionen (Geistesströmungen) entwickelten sich in Ostasien: der Daoismus, der Konfuzianismus und der Shintoismus. Der Daoismus und der Konfuzianismus entstanden ursprünglich in China und breiteten sich später dann auch nach Korea und Japan aus. Der Shintoismus hingegen ist japanischen Ursprungs. Und der Buddhismus, von Indien ausgehend, gelangte auch nach Ostasien, gewann dort große Bedeutung und Verbreitung und vermischte sich auf mannigfaltige Art mit den dort ursprünglichen Traditionen. Alle religiösen Entwicklungen in China, Korea und Japan sind vom Geist schon sehr früh bestehender Urreligionen durchdrungen, insbesondere vom Ahnenkult, demzufolge die Geister der Ahnen eine Zeitlang sehr eng mit den noch lebenden Nachfahren verbunden bleiben. Vor allem dem Urahn und den kürzlich Verstorbenen sind deshalb durch Bestattung, Trauerriten und fortgesetzte Opfer Respekt zu erweisen. Die heiligen Rituale (chinesisch: Li) sind notwendig, damit die Ahnen ihren Nachfahren beistehen. Umgekehrt, im Falle von Vernachlässigung würden sie hingegen Schwierigkeiten bereiten. Neben dem Ahnenkult gab (und gibt) es noch Schreine und Tempel für Naturgeister, aber auch für charismatische Persönlichkeiten, die trotz ihres Todes den Menschen hilfreich zur Seite stehen. So wurde schon von alters her Shang-ti als Beherrscher des Universums verehrt. Er galt als der höchste Vorfahr der Chinesen, dem die für das örtliche Umfeld zuständigen Gottheiten untergeordnet waren. Neben der Verehrung von persönlichen Wesenheiten
glaubt man in China schon von alters her daran, dass der Kosmos
nicht das Werk eines Schöpfers ist, sondern die Manifestation
einer selbsterzeugenden Kraft (chinesisch: Qi). Diese Kraft
hat zwei Aspekte – Yin und Yang –, deren Wechselwirkung den
ständig sich wandelnden Phänomenen des Kosmos zugrunde
liegen. Weisheit bedeutet deshalb den traditionellen Chinesen,
das stets sich wandelnde, doch regelmäßige und ausgewogene
Muster des Universums, den Rhythmus des Dao )"Weg") zu erkennen
und sich ihm anzupassen. Indem sie die Wege der Menschen und
der Natur studierten und systematisierten. versuchten sie ihr
Handeln ordnen, um in einem sich wandelnden Kosmos einen klaren
Weg gehen zu können. Sie erkannten, dass jede extreme Handlung
als ausgleichende Reaktion ihr Gegenteil bewirkt, weshalb sie
einen Mittelweg der Umsicht und Mäßigung anstrebten.
Der Daoismus
Die Wurzeln des Daoismus liegen, so Zhuangzi,
der etwa 370 bis 280 vor Christi Geburt lebte, im "Zeitalter
der vollkommenen Tugend". In dieser Zeit lebten die Menschen
mit den Tieren und Vögeln wie Mitglieder einer großen
Familie. Alle - Mensch und Tier - besaßen natürliche
Tugend und lebten in einem Zustand reiner Einfachheit. Die Menschen
lebten in Einklang mit sich selbst, der Welt und den
Zunächst noch ganz allmählich, dann aber immer stärker begann das menschliche Ego zu wachsen und Ansprüche zu stellen. Dadurch kam es in der Folge, gewissermaßen nach vielen "unerfreulichen Zwischenfällen", zur "Großen Trennung". Die bislang nahezu telepathische Verbindung zwischen dem Mensch und der Welt um ihn wurde unterbrochen. Nun so auf sich gestellt - entfremdet von der Welt, aus der er entstanden war, getrennt von der unermesslichen Fülle -, war der Mensch nicht mehr glücklich. Und da er nicht mehr in der Lage war zu hören, was die anderen Lebensformen ihm sagten, konnte er nur noch versuchen, sie durch ihre Verhaltensweisen zu verstehen - die er aber häufig missdeutete. Die Trennung wurde immer größer, so dass die Menschheit schließlich ein unglückliches Dasein führte. Schließlich wurden deshalb vollkommene Wesen in Menschengestalt geboren, die die vergessenen Wahrheiten lehrten. Doch die Menschen waren in ihrem Wesen so gespalten und den universalen Gesetzen der natürlichen Welt gegenüber so unempfänglich geworden, dass sie diese Wahrheiten nur teilweise verstanden. Die Erinnerung an die "Große Trennung" und das "Vollkommene Zeitalter", das zuvor existiert hatte, wurde von den Weisen wachgehalten, und etliches des Verständnisses, der Fähigkeiten und der Praktiken, die aus der Zeit vor der "Großen Trennung" stammten, blieben erhalten und wurden von Generation zu Generation - in China durch den Daoismus - weitergegeben. Seit der "Großen Trennung"
beschäftigen sich die Daoisten damit, wieder den Zustand
der "vollkommenen Tugend" zu erreichen, indem sie alles abzustreifen
trachten, was die Harmonie mit dem Dao verhindert.
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